FATCA
FATCA – der Foreign Account Tax Compliance Act – ist ein US-Gesetz aus dem Jahr 2010, das ausländische Finanzinstitute verpflichtet, dem IRS Informationen über Finanzkonten von US-Personen zu melden. Es ist das folgenreichste grenzüberschreitende Steuerinformationsregime für UHNW-Familien mit US-Bezug.
Die FATCA-Compliance wird über zwischenstaatliche Abkommen (Model 1 und Model 2) operationalisiert, bei denen ausländische Jurisdiktionen entweder an ihre eigenen Steuerbehörden berichten (die dann mit dem IRS austauschen) oder direkt an den IRS. Family Offices mit US-Personen als Begünstigten, Settlors oder Strukturbeteiligten unterliegen Dokumentations-, Melde- und (im Falle der Non-Compliance) Quellensteuerkonsequenzen. Schweizer Finanzinstitute berichten über das Model-1-Abkommen mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), während Deutschland und Österreich vergleichbare bilaterale Vereinbarungen mit den USA geschlossen haben.
FATCA-Compliance für Family Offices beginnt mit der Klassifizierung jeder Entität und jedes Kontos in der Struktur (US-Person, FFI, NFFE, exempt) und der laufenden Pflege der Dokumentation (W-8- / W-9-Formulare). Compliance-Verstösse sind operativ kostspielig und führen zu reputatorischer Exposition gegenüber Bankpartnern sowie potenziellen Sanktionen durch Aufsichtsbehörden wie FINMA, BaFin oder FMA.
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