Family Bank
Eine Family Bank ist eine interne Einrichtung, die Darlehen an Mitglieder der nachfolgenden Generation vergibt – für unternehmerische Vorhaben, Ausbildung oder den Ersterwerb von Wohneigentum – unter dokumentierten Bedingungen. Gut umgesetzt fördert sie Unternehmertum und vermittelt Verantwortungsbewusstsein, indem Darlehen als echte Verpflichtungen behandelt werden. Schlecht umgesetzt verkommt sie zu einem intransparenten Zuwendungsprogramm, das Anspruchsdenken zementiert.
Die wichtigste Gestaltungsentscheidung besteht darin, das Darlehen so zu dokumentieren, als handle es sich um einen externen Kreditnehmer: schriftlicher Vertrag, marktüblicher oder marktnaher Zinssatz, definierter Rückzahlungsplan, gegebenenfalls Sicherheiten oder Covenants sowie explizite Folgen bei Zahlungsverzug. Darlehen ohne diese Bedingungen sind Schenkungen mit zusätzlichem Aufwand.
Das Antrags- und Prüfverfahren sollte bei einem Gremium aus erfahrenen Familienmitgliedern und vertrauenswürdigen externen Beratern liegen – niemals allein bei den Eltern. Darlehen zur Finanzierung von Unternehmungen und Ausbildung führen tendenziell zu besseren Ergebnissen als solche für Lifestyle oder Vermögenswerte. Zahlungsausfälle sollten, wenn sie auftreten, offen innerhalb der Familie besprochen werden – nicht als private Peinlichkeit behandelt.
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